Man sollte nicht aus allem eine Wissenschaft machen – aus diesem Grund ist es sicherlich nicht sinnvoll, eine Produktbewertung über Briefumschläge zu schreiben. Jedoch müssen ein paar Kleinigkeiten doch erwähnt werden…
Briefumschläge sind in der Zauberkunst sehr wichtig – man benötigt sie zum Aufbewahren einer Vorhersage oder zur
Vorführung des Effektes “Card to Envelope” (Karte zu Briefumschlag) und auch für viele Andere Sachen. Soweit, so gut!
Das Format und die Klebung der Öffnung spielen hierbei eine entscheidende Rolle, denn wie sieht zum Beispiel “Card to Envelope” mit einem A4 Kuvert aus? Und was nützt einem ein Kuvert, welches selbstklebend ist und daher schon vor der Vorführung fest verschlossen ist? Ja – und genau da liegt des “Problem”. Die Umschläge müssen ein ganz spezielles Format haben um z.B. in eine Wallet zu passen oder um bei einem Zaubertrick nicht überdimensioniert bzw. fehl am Platz zu wirken.
In Amerika gibt es die so genannten Pay-Envelopes bzw. Manila Envelopes mit seitlicher Öffnung und in genau dem richtigen Format für Spielkarten, Visitenkarten und Vorhersagezettel. Bei uns in Europa kann man diese Pay-Envelopes bzw. Manila Envelopes jedoch lange suchen und wird kaum fündig werden. Die Umschläge sind bei uns nicht gebräuchlich und werden hier auch nicht produziert.
Im SteMaRo-Magic Zaubershop gibt es nun diese speziellen Zauber-Umschläge in verschiedenen Formaten und Farben. Besonders gut lassen sich zum Beispiel die beiden kleinen Umschläge miteinander kombinieren… der kleinste Pay Envelope ist braun und gerade so groß, dass eine Poker-Spielkarte bequem hinein passt. Der zweitgrößte Umschlag ist einige Millimeter größer und weiß… dadurch ist es möglich, eine Spielkarte in den kleinen Manila Envelope und diesen wiederum in den nächst größeren hinein zu stecken – also eine doppelte “Kuvertierung” – und der Farbunterschied zwischen den beiden Umschlägen macht einen idealen Kontrast.
Wenn man mehrere Spielkarten in einen Umschlag packen möchte, dann ist der zweitgrößte, weiße Pay-Envelope genau richtig.
Und der größte Manila Envelope (fast quadratisch) ist perfekt für Tricks wie “Impossible Envelope von Paul Stockmann” geeignet. Außerdem ist dieser Manila Envelope genau so groß, dass sich darin nichts verliert und dass man ihn dennoch von einigen Metern Entfernung aus gut erkennen kann.
So – und nun wurde doch eine kleine Wissenschaft aus dem Thema “Manila Pay Envelopes” gemacht… daher breche ich an dieser Stelle mit dem Philosophieren ab und komme gleich zum Fazit.
Fazit
Als Zauberkünstler kommt man an diesen Zauber-Briefumschlägen / Manila Envelopes / Pay Envelopes oder wie auch immer man sie nennen mag, einfach nicht vorbei. Es handelt sich dabei um einen Cent-Artikel den man auch getrost auf Vorrat kaufen kann um jederzeit genug davon griffbereit zu haben. Für Mentalisten, Close-Up-Zauberkünstler und Kartenmagier ein absolutes Muss und definitiv ein Artikel der als Grundausstattung in jeden Zauberkoffer gehört.
Es gibt unzählige Card to Box Effekte mit diversen verschiedenen Handlings. Peter Eggink schafft mit deinem Break Out jedoch etwas, was andere bisher nicht oder nicht so gut schafften. Durch ein Loch in der Kartenschachtel kann der Zuschauer nach dem verschwinden seiner Karte diese Praktisch schon in der Schachtel sehen, bevor diese geöffnet
wird. Als kleiner Zusatz durchdringt die Karte anschießend offenbar die Schachtel und landet wieder auf der Schachtel. Der Clou an Break Out ist jedoch, dass dies alles mit einer signierten Karte geschieht. Die Unterschrift ist immer im Loch der Schachtel zu sehen, somit ist für den Zuschauer klar, dass kein Duplikat im Spiel sein kann. Zudem kann der Zuschauer Spiel und Kartenschachtel untersuchen. Außer dem Loch wird er keine Präparation finden.
Alakazam ist bekannt dafür brauchbare und praktikable Effekte, die man nicht nur bei Videoperformances, sondern in der “echten” Welt, in echten Vorführsituationen zeigen kann, auf den Markt zu bringen. Genau das ist Peter Nardi und Co bei Break Out wieder gelungen. Peter Nardi erklärt den Effekt im Studio sehr detailreich und Peter Eggink zeigt in seinem gewohnten Style die live Vorführungen in seinem Garten (schein zu einem Markenzeichen von Eggink zu werden).
Mit der DVD erhält man ein Bicycle Spiel (mit Loch in der Schachtel) und ein Gimmick, dass alles Möglich macht. Um den Effekt vorzuführen, muss man einige Slights (Grifftechniken) lernen oder können, von denen der ein oder andere nicht leicht sind. Anfänger haben hier natürlich die Möglichkeit einige grundlegende Techniken an einem praktischen Beispiel zu üben, müssen sich jedoch davon verabschieden den Effekt in einer wirklich täuschenden Version zeitnah vorführen zu können. Für Profis sieht es da anders aus. Routine einprägen, ein paar mal testen und los geht es.
Fazit
Ein geniales Prinzip aus einem genialen Kopf. Ich mochte schon den Flight Case Effekt von Eggink, Break Out fasziniert mich jedoch noch ein Stück mehr, da man ihn perfekt am Ende eine Ambitious Card (Ehrgeizige Karte) Routine zeigen kann. Man endet clean und kann die Karten dem Zuschauer als Souvenir schenken. Was will man mehr!
Gesamtbewertung 10 / 10
Hinter dem aussagekräftigen Titel “Zaubern lernen für Anfänger” verbirgt sich eine DVD bzw. ein DVD-Set welches getrost als kompletter Zauber-Kurs bezeichnet werden kann. Man erhält nicht – wie sonst oft üblich – einfach eine Aneinanderreihung von einfachen Zaubertricks sondern eine umfangreiche und solide Einführung in die Kunst des Zauberns.
Angefangen wird dabei ganz bei Null, man kann also auch getrost komplett ohne Vorkenntnisse einsteigen. Zunächst wird Wissenswertes aus dem Bereich der Zauberei erklärt und man erfährt zum Beispiel Details über die verschiedenen Arten von Spielkarten. Dann geht es zu den Techniken und schließlich zu den Effekten – aus jedem wichtigen Bereich der Zauberei ist da etwas dabei: Kartentricks, Seil-Zauberei, Schwammball-Tricks, Telekinese und Schwebe-Effekte sowie Mentalmagie und auch ein visueller Zaubertrick mit einem Seidentuch (der Klassiker in einer wirklich schönen Ausführung).
Alle Techniken werden sehr genau und anschaulich erklärt, so dass man unabhängig von Alter und Kenntnisstand allen Erklärungen leicht folgen kann und schnell Fortschritte macht. Der Schwierigkeitsgrad liegt allerdings nicht bei allen Effekt ganz tief – im Gegenteil – man soll ja etwas dabei lernen und zum Schluss nicht nur ein paar kleine Tricks sondern auch Grundtechniken beherrschen und ein solides Grundwissen erhalten. Und genau deshalb ist die DVD “Zaubern lernen für Anfänger” der richtige Einstieg für jeden der nicht mit einem albernen Zauberkasten sondern mit echten Zaubertricks für Aufsehen sorgen möchte.
Bei der Zusammenstellung der Effekte wurde darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist… wer also nach fünf Minuten schon einen Zaubertrick beherrschen will, der wird auf der DVD genau so gut fündig wie derjenige, der brauchbare Techniken für aufwändigere Zaubertricks erlernen möchte. Das DVD-Set ist eigentlich für alle Altersstufen (ab ca. 8 Jahren) gut geeignet – man kann damit sowohl als Teenager gute Tricks für den Pausenhof sowie auch als Rentner tolle Effekte für die Enkelkinder erlernen.
Die DVD hat eine Laufzeit von 150 Minuten und in dieser Zeit erhält man jede Menge Unterrichtsstoff. Und vorab kann man sich entscheiden, ob man die DVD einzeln haben möchte oder ob man das DVD-Set mit sämtlichem Trick-Zubehör kauft. Beim Set hat man den Vorteil, dass die benötigten Zauberrequisiten schon dabei sind und man somit die komplette DVD durcharbeiten kann ohne noch anderweitig etwas beschaffen zu müssen.
Das “Zaubern lernen für Anfänger”-DVD-Set eignet sich auch ideal als Geschenk zu, Geburtstag, Weihnachten, Ostern oder zu sonstigen Anlässen. Und eines ist sicher: Dieses Geschenk ist etwas ganz Besonderes!
Fazit
Egal ob zum Eigengebrauch oder als Geschenk… die DVD “Zaubern lernen für Anfänger” ist eine tolle Sache. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ideal, denn wo sonst bekommt man für unter 30 Euro schon einen kompletten Zauberkurs? Und wenn man sich für das Set entscheidet, ist das gesamte Zubehör auch schon mit dabei. Ein großer Vorteil dieser DVD im Vergleich mit einem Live-Zauberkurs ist, dass man sich nicht nur die Zeit selbst einteilen kann sondern auch nach Belieben wiederholen und “nachschlagen” kann… Wer das Zaubern lernen will sollte sich diese DVD oder das DVD-Set holen – das ist meine Empfehlung!
Gesamtbewertung 10/10
Bei X-cluded von Dima Andes geht es kurz gesagt um eine Karte, die zunächst nur in den Gedanken eines einzigen Zuschauers existiert. Der Zuschauer entscheidet sich für eine beliebige Karte und niemand sonst weiß, welche Karte es ist. Ebenfalls nur in Gedanken markiert der Zuschauer die Karte mit einem X auf der Rückseite. Dann wird der Zuschauer zum ersten Mal aufgefordert, seine frei gewählte und in Gedanken markierte Karte zu nennen und in genau diesem Moment zieht der Magier ein verschlossenes Kartenspiel aus der Tasche. Die Karten werden aus der Schachtel genommen und die vom Zuschauer gedachte Karte wird heraus gesucht. Die verbleibenden Karten werden von beiden Seiten vorgezeigt – keine Markierung ist zu sehen – anschließend folgt die verblüffende Übereinstimmung: Die “Zuschauer-Karte” wird umgedreht und sofort ist darauf die Markierung in Form eines X zu sehen!
Ein ähnlicher Effekt wurde bisher mit Brainwave- oder Invisible-Decks bewerkstelligt, also mit Rau-Glatt-Präparationen… dabei ergeben sich aber mehrere Nachteile, denn bei solchen Decks können die Karten nicht von beiden Seiten vorgezeigt werden und man kann die markierte Karte auch nicht als Souvenir verschenken. Außerdem ist die Handhabung je nach Kartenwert mit einer kleinen Verzögerung verbunden.
Bei X-cluded ist das aber ganz anders, denn dieser Effekt funktioniert komplett ohne Rau-Glatt-Präparationen. Somit kann die Zuschauer-Karte direkt herausgezogen werden und der Zuschauer darf diese hinterher sogar als Souvenir behalten – eine Präparation ist an der Zuschauer-Karte nicht zu erkennen, da es keine Präparation gibt.
X-cluded funktioniert also sehr direkt und erfordert weder Fingerfertigkeit noch irgendeine Art von Force-Technik – der Zuschauer darf denken was er will und dennoch läuft man zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, dass etwas schief geht.
Fazit
Insgesamt ein wirklich gelungener Effekt mit vielen Vorteilen – Sicherheit, Visualität und die Interaktion des Zuschauers sind nur einige davon. Nicht zu vergessen, dass es ja zum Schluss auch noch ein Souvenir gibt. Definitiv ein Effekt für den praktischen Einsatz, gemacht um zu verblüffen und zu unterhalten. Die Handhabung ist wirklich nicht schwierig, aber die Wirkung beim Zuschauer hängt zu einem großen Teil von der Art der Präsentation ab. Daher sollte man vor einem Spiegel mit etwas Selbstkritik üben, bis man selbst merkt: Das kommt gut und selbstsicher rüber… aber so ist das ja eigentlich immer bei der Zauberei! Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auch und die Erklärungs-DVD ist komplett deutschsprachig… das spricht für sich.
Gesamtbewertung 10/10
Ein wahrer Klassiker und eine Perle aus Jay Sankey’s kreativem Kopf. “In a Flash” ist vielleicht der visuellste und beste Effekt, den Sankey während seiner langen Karriere veröffentlicht hat. Völlig klar strukturiert, super visuell und es kommen die echten Klassiker des Close Up zum Einsatz (Münzen und Karten). Dazu gesellt sich etwas das beim Zuschauer immer Aufmerksamkeit erregt… das Feuer.
Ich selbst führe In a Flash seit über 5 Jahren vor und hatte noch mit dem alten, nicht ganz so realistischen Gimmick begonnen. Als Jay dann vor einigen Jahren eine verbesserte Version veröffentlichte, war ich direkt begeistert. Zwar kam “In a Flash” vorher schon gut an, jedoch wurde er durch das neue Gimmick auf ein völlig neues Level gehoben.
Die einfache Handhabung während der Routine ist typisch für Jay und kommt uns als Vorführenden natürlich immer entgegen. Die Reaktionen des Publikum reichen vom einfachen Applaus, bis zum frenetischen Feiern oder zur fassungslosen Stille. Obwohl es einer der moderneren Effekte ist, behaupte ich, dass dies heute schon ein Klassiker ist.
Fazit
Wirklich ein klasse Effekt, den man als Close Upper im Repertoire haben sollte. Die Hobbyisten werden vielleicht sagen, dass das Deck zu schnell verschleißt und das man ja immer Pyro Papier verwenden muss, jedoch denke ich da anders. Diese Effekt ist jeden Materialeinsatz wert und daher kann ich eine 100%ige Kaufempfehlung geben.
Gesamtbewertung 10 / 10
Optisch ein absoluter Hingucker. Es sieht aus wie echte Magie (wenns denn klappt). Tricktechnisch bzw. vom Handling her liegt hier einiges im Argen. Im Video klappt natürlich alles hervorragend. Stellt sich jedoch die Frage wie oft musste das Video gedreht werden, bis das einmal so war.
Aus eigener Erfahrung mit beiden Trickprinzipien kann ich nur sagen, dass es eine riesen Sauerei auf der Bühne gibt und das man sich nicht drauf verlassen kann das es auch richtig gut funktioniert. Da ich den Effekt selbst sehr gern vorgeführt hätte, hab ich viel Zeit und auch Geld in die Tests gesteckt, denn nur mit dem beiden Tricks alleine ist es nicht getan. Man braucht ständig teure Refills (vor allem für Black Water – Clear Water), man brauch ein stabiles großes Glas und weitere Kleinigkeiten. Alles in allem viel zu schleppen und ob sich das für einen unzuverlässigen Effekt eignet, bei dem viel schief gehen kann, darf jeder selbst entscheiden.
Fakt ist, dass man den Sand am Ende kaum noch mit einer Hand aus dem Glas bekommt, ohne viel davon auf den Boden zu verschütten. Zudem bleibt immer was im Wasser zurück und ist damit dann verloren. Somit geht einem auch schnell der Sand aus, den der Zoll auch mal gerne zu Teilen einbehält (vor allem den roten und den gelben).
Fazit
Für mich eine klare Enttäuschung. Der Effekt ist alles andere als Praxistauglich. Ich halte mich selten auf Bühnen auf, wo der Veranstalter sagt “Egal wie viel Dreck und Sauerei Sie machen, Hauptsache die Show ist gut”. Als Zauberer hat man ja teilweise schon nach nem Snowstorm, den man einfach weg kehren oder saugen kann ein schlechtes Gewissen. Zumindest geht das mir so. Jedoch kommen auch hartgesottenere Kandidaten hier, aufgrund der Unzuverlässigkeit, kaum zum Zug, denn das Wasser verfärbt sich manchmal sehr schnell und manchmal total langsam.
Gesamtbewertung 2/10 (Die zwei aber nur wegen dem schönen Video)
Das Rau-Glatt-Spray von SilverSteam (Roughing Fluid) ist definitiv und uneingeschränkt ein Muss für jeden der mit Rau-Glatt-Präparationen zaubert! Das ist das Rau-Glatt-Spray der neusten Generation: hält länger, wirkt stärker, ist ergiebiger und ist nach der Anwendung nahezu unsichtbar.
In der Karten-Zauberei trifft man immer wieder auf Rau-Glatt-Präparationen. Trickkarten also, die aufgrund unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit an bestimmten Stellen stärker haften als an anderen Stellen. Komplette Trickkartenspiele wie Invisible Decks, Brainwave Decks und Mental Photography Decks oder auch einzelne Gimmick-Karten wie z.B. Twizted sind nur ein paar Beispiele aus der breiten Menge von Kartentricks die nur durch dieses raffinierte Prinzip funktionieren.
Bei diesem Spray von SilverSteam handelt es sich um das Rau-Glatt-Spray der neusten Generation – die Rezeptur wurde speziell für die Bedürfnisse der Zauberkünstler entwickelt. Ein ganz besonderer Vorteil dieses Sprays ist, dass man die Intensität der Haftung zwischen den einzelnen Karten selbst bestimmen kann, indem man entweder nur eine Seite besprüht (normale Haftung) oder indem man beide Seiten des Kartenspaares präpariert (extremer Halt). Also im Klartext: Wo mit allen anderen Rau-Glatt-Sprays grundsätzlich beide Seiten der Karten-Paare behandelt werden müssen, genügt es bei dem Rau-Glatt-Spray von Silversteam bereits, wenn man nur eine einzige Seite besprüht.
Viele der Rau-Glatt-Sprays die es derzeit auf dem Markt gibt, halten nur begrenzt auf den Karten bzw. lässt die Wirkung der Präparation meist schon nach ein paar Berührungen erheblich nach. Aufgrund dessen kann es bei normalen Rau-Glatt-Sprays durchaus vorkommen, dass die präparierten Karten schon nach kurzer Anwendungszeit nicht mehr richtig funktionieren. Außerdem funktionieren alle bisherigen Rau-Glatt-Sprays - wie bereits erwähnt – bisher nur dann, wenn man immer beide Seiten der Spielkarten-Paare präpariert. Dies führt zu mehreren Problemen bzw. Nachteilen, denn zum Einen lässt sich dadurch die Stärke der Haftung zwischen den Karten kaum variieren und zum Anderen ist es nicht möglich die sichtbaren Stellen der Karten auszusparen. Außerdem werden die Karten von vielen (den meisten) Rau-Glatt-Sprays leicht gewellt bzw. gebogen – eine zweiseitige Präparation bring daher auch eine Doppelt so starke Biegung der Karten mit sich.
In der Praxis hat sich das SilverSteam Rau-Glatt-Spray daher als absolutes “Novum” mit vielen Vorteilen herausgestellt. Auf den Punkt gebracht bietet dieses Rau-Glatt-Spray als einziges auf dem Markt folgende Vorteile:
Übrigens: Dieses Rau-Glatt-Spray gibt es zwar schon seit einigen Jahren, aber die Firma SilverSteam lieferte bis vor kurzem ausschließlich an Profi-Zauberkünstler aus der oberen Liga. Nur derjenige der einen Nachweis hatte, konnte SilverSteam-Artikel beziehen – ein Insider-Tipp sozusagen (vornehmlich in Amerika). Wer sich schon einmal gewundert hat, dass bei dem ein oder anderen Profi so mache Rau-Glatt-Routine irgendwie besser funktionierte, der hat nun die Antwort dafür gefunden. Eine tolle Sache, dass man nun auch in Europa über den Zauberfachhandel ganz ohne Nachweis an diese Profi-Artikel heran kommt.
Fazit
Mit Abstand das beste Rau-Glatt-Spray auf dem magischen Markt. Ich habe so ziemlich alle Rau-Glatt-Sprays getestet, bisher habe ich aber noch kein einziges gefunden, das auch nur annähernd an das von SilverSteam herankommt. Aufgrund des niedrigen Verbrauches ergibt sich ein erheblicher Preisvorteil und zugleich bieten sich durch die oben genannten Eigenschaften in der Zauberkunst ganz neue Möglichkeiten. Das Spray kann verwendet werden um eigene Trickkarten-Decks herzustellen oder um bestehende Präparationen wieder aufzubereiten.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Ich verwende in Zukunft nur noch dieses Spray und empfehle jedem Rau-Glatt-Kartenkünstler, dieses Spray zu testen!
Gesamtbewertung 10/10
Der erste Blick in das Demovideo zu 3three Dee lässt nicht vermuten, welch fulminanter Effekt auf der DVD wartet. Wer Chris Mayhew kennt, wird allerdings schon eine gewisse Vorahnung haben.
Die DVD mit dem Titel “3hree Dee” beinhaltet 3 Effekte, die Chris Mayhew bereits vorher einzeln als Download verkaufte und mit genau diesen 3 Effekten verschaffte er sich einen Namen in der Szene.
Der Höhepunkt von 3hree Dee ist dabei ganz klar die ACAAN-Routine namens CAANDY. Diese Varianten von “Any Card At Any Number” hat gegenüber anderen “Vorgängerversionen” einige erhebliche Vorteile – es funktioniert ohne Force und ohne Forcierkarten und gleichzeitig ist der Trick für den Zuschauer auch noch viel undurchschaubarer als viele andere Versionen.
Das Trickprinzip hinter CAANDY ist wirklich genial, man muss allerdings auch etwas Zeit investieren um es komplett zu verstehen und um es ganz sicher und gefahrlos anwenden zu können. Daher ist diese DVD nichts für den Anfänger sondern eher für den fortgeschrittenen Zauberkünstler.
Nennenswert ist auch die Aufmachung der DVD – die Aufnahmen sind recht unterhaltsam und der Erklärungsstil sehr locker und lustig. Beim Ansehen der DVD denkt man zwar manchmal darüber nach, warum Chris Mayhew dies und jenes tut, aber eine konkrete Erklärung gibt es dafür vermutlich nicht. Chris Mayhew ist einfach so, wie er ist – lustig, locker, lässig und sehr kreativ.
Fazit
Für den fortgeschrittenen Zauberkünstler mit guten Englischkenntnissen eine klare Empfehlung! Alleine die ACAAN-Routine sollte man sich nicht entgehen lassen und auch nicht den Stil von Chris Mayhew. Für Anfänger ist die ACAAN-Routine hingegen zu umfangreich. Wer die Zeit investiert, das System zu verstehen und die Routine zu erlernen, der wird mit einem grandiosen und nahezu undurchschaubaren Effekt belohnt.
Gesamtbewertung 8/10
Im Leben gibt es manchmal Sachen, deren Sinn sich mir trotz reichlicher Überlegung einfach nicht erschließen will - und der Trick “Chop von Craig Petty” ist eine davon.
Der Effekt selbst lässt sich relativ einfach zusammenfassen, denn es handelt sich im Grunde nur um eine Chop Cup Routine die mit einem unpräparierten Becher funktioniert. Wie allgemein bekannt ist, wird das schon seit der Erfindung des Neodym Ringes praktiziert (seit es den Neodym Ring gibt, ist praktisch jede Tee-Tasse und jeder Papp-Becher für diese Routine geeignet). Dass ein signierter Geldschein in einer Zitrone erscheinen kann, ist für den Zauberkünstler auch nichts neues… auch wenn dies z.B. für den Biologen sicherlich ebenso unergründbar ist wie für mich der Sinn von “Chop”.
So – nun aber zurück zu Thema - diese Routine sieht genau so aus wie jede andere “Freestyle-Neodymring-Chop-Cup-Routine” bei der man den Geldschein in einer Zitrone erscheinen lässt, der Unterschied ist nur, dass man selbst als aufmerksamer Beobachter keinen Neodym-Ring erblicken kann. Der Grund hierfür liegt in der normativen Kraft des Faktischen, denn einen Ring gibt es bei diesem Effekt nicht. Allerdings erkennt man selbst als “unaufmerksamer” Beobachter, dass stattdessen ständig ein “penetranter Filzstift” mit im Spiel ist – und wer nun vermutet, dass der Magnet nicht in Form eines Ringes sondern dafür in Form eines Filz-Stiftes zur Anwendung kommt, der liegt schon ziemlich richtig.
Die “grandiose” Neuerfindung ist also, den Magnet nicht als unauffälligen und zweckmäßigen Ring am Finger zu tragen sondern versteckt in einem Filzstift, höchst kompliziert und äußerst auffällig, ständig an den Becher zu halten. Und dies ist schließlich auch die Antwort dafür, dass das Werbevideo dauernd an genau den Stellen geschnitten wird, an welchen eine magische Handlung passiert. Gerne würde ich jemanden sehen, der diesen Effekt so vorführen kann, dass der Zuschauer nichts bemerkt… aber… soviel steht schon mal fest… Craig Petty hat das nicht geschafft. Der Beweis ist auf DVD selbst zu finden, denn bei der Performance sieht man förmlich, wie der Zuschauer bei jeder magischen Handlung des Zauberkünstlers automatisch immer auf genau diejenigen Stellen aufmerksam gemacht wird, wo er am allerwenigsten hinsehen sollte. Nun liegt dies aber nicht an Craig, denn er macht seine Sache recht gut und exakt… Der Punkt ist einfach, dass man mit diesem Gimmick-Stift keine Möglichkeit hat, eine unauffällige Handhabung zu finden. Kurz gesagt, das Trickprinzip ist nicht ausgereift und lässt sich nicht mit den Grundregeln der Missdirektion kombinieren.
Fazit
So gerne ich Effekte von Craig Petty mag und so sehr ich ihn auch schätze – für den Effekt “Chop” kann ich mich leider kein Stück weit begeistern. Dieser Effekt ist in meinen Augen nicht ernsthaft verwendbar, sorry. So wie ich Craig kenne, wird dafür der nächste Effekt um so besser… mal sehen, was uns “Love Cards” bringt.
Gesamtbewertung: 1/10
Der zweite Effekt des Duos Automatic Mystery, bestehend aus Bill Abbott und Richard Sanders, trägt den Namen Liquify. Auch hierbei handelt es sich, wie schon zuvor bei Powerball 60, nicht um eine eigene Neuentwicklung, sondern um die Aufarbeitung eines alt bekannten, jedoch etwas in Vergessenheit geratenen Prinzips.
Mit dem Prinzip, welches bei Liquify zur Anwendung kommt, können Sie scheinbar die Gedanken eines Zuschauers visualisieren und das mit einem normalen Stück Papier und etwas Wasser. Ein Wort oder ein Objekt an das der Zuschauer denkt, wird auf dem Blatt Papier erscheinen, nachdem es befeuchtet oder ins Wasser gelegt wurde. Der Clou daran ist, dass das Papier nicht vorher mit irgendwelchen Chemikalien, Zitronensaft oder sonstigen Zusatzstoffen behandelt werden muss.
Bill und Richard erklären auf der DVD das genaue Prinzip, alle benötigten Techniken und mehrere Routinen sehr detailreich und in sauberem Englisch. Die DVD geht etwa eine Stunde, ist jedoch sehr kurzweilig gehalten.
Fazit
Wieder einmal ein Clou von Automatic Mystery, ähnlich wie bei Powerball 60. Liquifiy ist zwar nichts bahnbrechend neues, jedoch wird der Effekt bzw. die Methode sehr schon aufgegriffen, aufgearbeitet und es fließen eigene Ideen von Richard und Bill in die Routinen ein. Das Papier ist vor, nach und während der Routine immer untersuchbar und kann vom Zuschauer auch behalten werden. Gerade das macht diesen Effekt zu etwas Besonderem.
Gesamtbewertung 10/10