Lange ist es her: Bei Haunted von Peter Eggink war der Hype groß… und lang waren die Gesichter, als dieser Artikel dann plötzlich nirgendwo mehr verfügbar war. Der Grund für das vorübergehende Verschwinden dieses Effektes aus den Regalen ist in der Zusammenarbeit zwischen Peter Eggink und Mark Traversoni zu sehen. Schon bei der ersten Haunted DVD von Peter Eggink lag ein Zettel mit einigen Tipps und Verbesserungsvorschlägen vom Mark Traversoni in der DVD-Hülle. Nach einiger Zeit war allen klar: “Haunted ist gut, aber da geht noch mehr!”
Nachdem schließlich die neue Version “Haunted 2.0″ auf den Markt gekommen ist, kann man das Resultat einer guten Zusammenarbeit direkt sehen. Diesmal läuft der Effekt unter dem Namen von Mark Traversoni und so wie bei der Vorgängerversion als Bonus eine schriftliche Anleitung von Mark Traversoni dabei war, findet man diesmal in der Hülle der “Haunted 2.0 Extreme Edition” als Bonus die ursprüngliche DVD von Peter Eggink – manchmal ist die Zauberbranche wirklich verrückt.
Nun aber zum Artikel an sich: In der Tat ist die Version 2.0 eine klare Verbesserung, vor allem hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Gimmicks. Wo man es bei der Vorgängerversion erleben konnte, dass das Gimmick zu früh oder zu spät auslöste, hat man nun die Möglichkeit, den Zeitpunkt des Starts ziemlich genau zu bestimmen.
Unter den unzähligen Haunted-Deck-Varianten die es heute so gibt, fällt die Auswahl sicher nicht immer leicht. Ganz klar für “Haunted” spricht dabei, dass man tatsächlich nach dem Ablegen des Kartenspiels keinerlei Kontakt mehr zu selbigen hat. Wo man bei anderen Varianten einen Invisible Thread durch das Kartendeck fädeln oder an einer Nylonschnur zerren muss, funktioniert “Haunted” praktisch automatisch. Dadurch hat man die einzigartige Möglichkeit, die Karten zusätzlich mit einer Käseglocke abzudecken. Die Zuschauer sehen dann durch die Käseglocke hindurch, wie sich das Kartenspiel von selbst abhebt und die vom Zuschauer gewählte und unterschriebene Karte heraus springt. Ein wirklich toller Effekt.
Nachdem die neue Version viel zuverlässiger und das Set erheblich umfangreiches ist, wird man vom Preis angenehm überrascht, denn dieser ist exakt gleich geblieben.
Fazit
Ein sehr visueller und brauchbarer Effekt bei dem eigentlich alles stimmt. Top Qualität und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine komplett durchdachte Sache die man eigentlich immer und überall anwenden kann.
Gesamtbewertung: 9/10
Beim Freedom Pack von Justin Miller wird ein Spielkartenstapel in eine gefüllte Kartenschachtel verwandelt. Das ganze geschieht binnen eines Sekundenbruchteiles indem die Karten in die Luft geworfen und wieder aufgefangen werden. Der Zuschauer sieht also zunächst, dass die Karten ohne Schachtel nach oben geworfen werden und mit bzw. in einer Schachtel wieder herunter kommen (also ordentlich verpackt).
In Sachen “Visualität” lässt das Freedom Pack nichts zu Wünschen übrig, denn das was man da zu sehen bekommt ist wirklich unerklärlich; vor allem weil es völlig ohne zusätzliche Abdeckung funktioniert.
Dieser Kartentrick ist auch nicht schwierig vorzuführen, das schafft selbst ein Anfänger nach ein paar Minuten Übung. Nur auf die richtige Haltung der Hand muss geachtet werden. Alles was man wissen muss, erklärt Justin Miller auf der DVD.
Allerdings muss auch erwähnt werden, dass der Freedom Pack Effekt zu kurz ist um als eigenständiger Effekt zu gelten. Damit man wirklich etwas vom Freedom Pack hat, muss man unbedingt einen anderen Kartentrick in Kombination vorführen und dabei den Freedom Pack Effekt als Abschluss einsetzen. Kombinationsmöglichkeiten sind in der Zauberliteratur und auch auf unzähligen DVDs zu finden (Stichwort “Ambitious Card”) aber auf der Freedom Pack DVD werden leider keine Kombinationen gezeigt.
Fazit
Insgesamt ist das Freedom Pack eine sinnvolle Sache für all Diejenigen die noch einen passenden Abschluss für die Ambitious Card Routine suchen. Als Einzeltrick hingegen ist der Effekt etwas zu knapp. Die Aufmachung der DVD ist absoluter Standard aber völlig ausreichend – wodurch sich auch ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt.
Gesamtbewertung: 7/10
Zur Zauberei mit Fingerringen findet man zwar auf vielen DVDs und in vielen Büchern irgendetwas – aber meist sind es nur Kleinigkeiten am Rande. Ein komplettes Werk über dieses spezielle Thema ist daher eine sinnvolle Sache. Der Zauberkünstler De’vo hat es vor langer Zeit mit der DVD “De’Ring” vorgemacht und immer wieder findet man seither Neuerscheinungen, die das Repertoire an Fingerring-Effekten erweitern… so auch die DVD mit dem Titel “Ringmaster” oder besser “The Ringmaster” von David Jay.
Auf der DVD ist eine überschaubare Anzahl an Effekten zu finden – also keine Enzyklopädie, sondern eher eine ”kleine aber feine” Sache. Die gezeigten Effekte werden zum Teil mit einer kompletten Routine demonstriert und erklärt, so dass man praktisch alles direkt für die eigene Show übernehmen kann. Sicherlich die beste und interessanteste Routine der gesamten DVD ist diejenige die ganz zum Schluss kommt (… das Beste kommt ja bekanntlich immer zuletzt). Gemeint ist die Routine bzw. der Effekt “Jay Holdout” bei dem ein Hilfsmittel beschrieben wird, welches man in jedem Haushalt findet. Mittels dieses “Gimmicks” ist es möglich eine große Menge an Fingerringen blitzschnell erscheinen zu lassen.
Alle gezeigten Effekte funktionieren mit gewöhnlichen Fingerringen – bei der Auswahl des Ringes muss nur darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu weit und nicht zu eng sitzt. Im Regelfall wird man in jedem Kaufhaus fündig, sofern man nicht sowieso schon einen geeigneten Ring an der Hand trägt.
Die Effekte und Routinen sind zwar nicht schwer, aber auch keine Selbstgänger – ein wenig Übung muss investiert werden aber der Weg bis zur Vorführung ist nicht besonders lang und auch nicht schwierig.
Die DVD an sich ist nicht besonders aufwändig produziert. In Wohnzimmeratmosphäre wird alles erklärt und kleinere Ausrutscher wurden nicht entfernt sondern einfach drauf gelassen – das lockert zwar die ganze Sache etwas auf, könnte aber bei Perfektionisten eine Gänsehaut am Rücken verursachen. Bei der Erklärung zu “Ring Lock” geht offensichtlich der Schlüssel verloren, was die Dreharbeiten kurzzeitig etwas ins Stocken bringt… mit etwas Humor kann man daran aber auch Gefallen finden.
Fazit
Eine sinnvolle DVD mit überschaubarem aber sehr brauchbarem Inhalt. Die gezeigten Effekte sind sehr ansehnlich und praktikabel bis auf ein einziger: “Smoke Ring” konnte nicht ganz überzeugen, der Rest ist einwandfrei. Auch eine Bonus-Sequenz ist vorhanden bei welcher gezeigt wird, wie man eine Billard-Kugel magisch einschrumpft. Insgesamt reicht es in Anbetracht von Inhalt, Preis-Leistung und Qualität für 7 von 10 Punkten.
Gesamtbewertung: 7/10
Ist Myth ein weiteres Highlight von Alakazam oder eher einer der Effekte, die das Close Up Case nur mit weiteren speziell präparierten Spielen zumüllen und die dann doch keiner vorführt? Ich habe mit den Effekt genau angeschaut und meinen aktuellen ACAAN Effekt durch Myth testweise ersetzt. Vom Ergebnis war ich sehr überrascht.
Normalerweise versuche ich präparierte oder gelegte Spiele in meinem Close Up Programm sehr selten einzusetzen, denn mir ist die Gefahr zu hoch, dass es irgendwann auffällt. Z.B. dann wenn ein Zuschauer zuvor eine Karte unterschrieben und behalten hat und diese dann im scheinbar gleichen Spiel (welches gegen ein präpariertes ausgetauscht wurde) wieder auftaucht. Murphys Law wird immer öfter zuschlagen und genau diese Karte liegt im präparierten Spiel durch Zufall unten und wird gesehen. Für mich muss der Effekt, den ich mit dem präparierten Spiel erreiche schon sehr gut sein, damit ich dieses Risiko auf mich nehme. Myth ist definitiv einer dieser Effekte.
Der Effekt ist nach kurzem einüben und einmaligem etwas aufwändigerem Beschriften der Karten vorführbar. Während der Erklärung unterhalten sich Peter Nardi und Mark Gray immer wieder angeregt auf der DVD, was für Menschen mit schlechteren Englischkenntnissen etwas schwer zu Verstehen sein dürfte. Hierfür ziehe ich einen Punkt von der Wertung ab. Jedoch sollte man die Quintessenz des Ganzen und die Handhabung des Effektes mit mäßigen Englischkenntnissen verstehen können.
Fazit
Es gibt viele ACAAN Effekte, für die man ein spezielles Deck benötigt. Myth ist meiner Meinung einer der besten davon, denn er bringt etwas mit, das vielen ACAAN Effekten abgeht. Zeit! Wenn man mit vier Zuschauern arbeitet und alle einzeln abheben lässt (wie im Demo Video) bekommt der Effekt eine optimale Länge. Bei den meisten ACAAN ist der Effekt sehr schnell vorbei. Der Zuschauer wird gebeten sich eine Karte und/oder eine Zahl zu denken, der Künstler oder der Zuschauer blättert das Spiel auf und BÄM die Karte ist da. Vielen Zuschauern geht das einfach zu schnell vor allem hinterfragen sie oft den Sinn des Effektes. Natürlich kann ich die Dauer jedes ACAAN Effektes in die Länge ziehen, indem ich die Zuschauer “volllabere”, jedoch wird es dem Zuschauer dann schnell langweilig weil in der Zeit nichts passiert. Durch die Handhabung von Myth wirkt der Effekt keinesfalls in die Länge gezogen oder dergleichen, verschafft einem aber die nötige Zeit um den Zuschauer an den Effekt heran zu führen und ihm näher zu bringen, um was es bei dem Effekt geht und wie unmöglich das ganze eigentlich ist. Der Nachteil ist, man braucht gleich zwei Gimmickspiele (1 Punkt Abzug hierfür), hat aber dafür damit einen tollen Effekt im Gepäck.
Gesamtbewertung 8/10
Es gibt mittlerweile viele iPhone-Effekte auf dem Markt. Sowohl auf dem iPhone als App und für das iPhone an sich. Bei iTwist handelt es sich um letzteres, einen sehr visuellen Effekt, der mit dem eigenen oder einem geliehenen iPhone vorgeführt werden kann.
Während der Vorführung, wird ein iPhone sozusagen “verdreht” das heißt die Hälfe des Gerätes zeigt nach hinten, währen die andere noch nach vorne zeigt. Der optische Effekt ist etwas schwer zu erklären, erschließt sich aber sofort, wenn man sich das Demovideo ansieht. Ich finde es sehr stark, dass man das iPhone während des Effektes angeschaltet lassen kann. Somit sehen die Zuschauer direkt, dass es sich wirklich um das geliehene iPhone handelt und dass nichts ausgetauscht wurde.
Das benötigte Gimmick ist schnell und einfach gebastelt. Auf der DVD wird jeder Schritt der Herstellung sehr genau und in leicht verständlichem Englisch erklärt. Auf Sprache wird hier generell verzichtet, alles wird mittels Texteinblendungen erklärt.
Die Qualität des Gimmicks macht auf mich einen guten Eindruck. Wenn man es pfleglich behandelt und darauf achtet, dass es nicht verkratzt, sollte es sehr lange halten.
Wenn man den Effekt mit geliehenen iPhones durchführen möchte, sollte man beide Gimmicks besitzen, denn es sieht seltsam aus, wenn die Rückseite eines schwarzen iPhones auf einmal weiß ist.
Fazit
Ein sehr guter Effekt, der sich auf jeden Fall lohnt. Lediglich die Winkel sind etwas anfällig. Er eignet sich perfekt, wenn die Zuschauer vor Ihnen stehen. Es sollte niemand seitlich und schon gar keiner hinter Ihnen sein, da die sofort den Effekt durchschauen würden.
Gesamtbewertung 8/10
Ich liebe Close Up Effekte, zu denen man eine schöne und etwas längere Geschichte erzählen kann, die trotzdem für das Publikum nicht langweilig werden und am Ende einen wirklich starken magischen Eindruck hinterlassen. Martin Adams verspricht mit seinem Effekt Heritage genau das, aber wird der Effekt auch den hohen Versprechungen und den damit verbundenen Erwartungen gerecht?
Auf der englischsprachigen DVD sieht man zunächst die Vorführungen mehrfach hintereinander mit unterschiedlichen Zuschauern. Leider wird hierbei nicht englisch gesprochen und man muss sich auf die Untertitel konzentrieren. Das finde ich eher suboptimal gelöst, denn man sollte auf einer DVD eine gesprochene Sprache konsequent durchziehen.
Die Erklärung des Effektes erfolgt Step by Step in gut verständlichem Englisch. Die einzelnen Schritte werden genau und detailreich erklärt, ohne jedoch irgendwann langweilig zu wirken. Hier hat Martin wirklich genau das richtige Maß an Details und Geschwindigkeit gewählt. Bei der Auswahl des Pokerchips erklärt er mehrere Varianten, so dass der Vorführende sich die am besten zu ihm passende heraussuchen kann.
Was die Credits auf der DVD angeht, hat Martin seine Hausaufgaben gemacht und erwähnt die Force und Moveerfinder entweder während der Erklärung oder am Schluss in der Credit Section.
Fazit
Martin hat mit seinen Versprechungen meiner Meinung nach definitiv Wort gehalten. Ich habe den Effekt nun ein paar Mal vorgeführt und er kommt wirklich toll beim Publikum an. Eine kleine Änderung habe ich jedoch daran vorgenommen, denn ich finde es unhöflich sich eine Uhr von einem Zuschauer zu leihen und diese dann zu verstellen. Vor allem weil die erklärte Technik auch nicht mit jeder Uhr funktioniert. Von daher verwende ich meine eigene Uhr und kann dieses Vorgehen auch nur empfehlen. Ansonsten kann ich hier eine klare Kaufempfehlung für Anfänger, Semipro’s und Pro’s aussprechen.
Gesamtbewertung 8/10
Im Bereich der Lern-DVDs für Extreme Karten-Manipulationen (XCM = Xtreme Card Manipulation) trennt sich regelmäßig die Spreu vom Weizen. Grund hierfür ist, dass die Messlatte durch Künstler wie z.B. De’vo, Brian Tudor und Dan&Dave schon sehr hoch liegt und Künstler die da mithalten wollen, müssen heutzutage schon einiges drauf haben. Wer die “Trilogy” oder “Generation Extreme” gesehen hat der weiß, was mit Spielkarten so alles möglich ist und wie hoch die Messlatte liegt.
Faszinierend ist es zu sehen, mit welcher Leichtigkeit Spielkarten abgehoben, gefächert, rotiert, “gespreaded” und durch die Gegend geschossen werden.
Nun gibt es im Bereich der XCM-Lern-DVDs eine Neuerscheinung und das auch noch in deutscher Sprache. Die Rede ist von “Cardistry”. Sofort stellt sich die Frage, wie diese DVD einzuordnen ist. Ist es etwas völlig neues oder nur eine Zusammenstellung alter Techniken? Ist es eine DVD für Anfänger oder eher etwas für Fortgeschrittene oder gar Profis? Ist Cardistry eine lohnende Investition für diejenigen die in die Xtreme Card Manipulation einsteigen wollen oder kommen auch Künstler auf ihre Kosten, die schon viele Techniken kennen und nach etwas Neuem suchen?
Nun – die pauschale Antwort auf all diese Fragen lautet “Sowohl als auch”! Der XCM-Künstler Maurice Pecheur hat mit seiner DVD “Cardistry” ein gut ausgewogenes Lern-Konzept entwickelt bei dem so ziemlich jeder fündig wird. Maurice Pecheur zeigt auf der DVD zunächst Grundtechniken und erklärt die korrekte Handhaltung und Fingerstellung. Wer noch nie eine Spielkarte in der Hand hatte, der findet auf jeden Fall den richtigen Einstieg. Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich an und geht über mittelschwere Techniken die etwas Übung erfordern bis hin zum absoluten Profi-Stoff.
Maurice Pecheur liefert mit “Cardistry” einige Techniken die man kennen oder gar können sollte. Aber auch ganz neue Techniken und von Maurice selbst kreierte Moves sind dabei und die haben es zum Teil wirklich in sich.
Fazit
Carditsry ist eine sehr gut gemachte DVD mit einen gut durchdachten Lern-Konzept. Die Auswahl der gezeigten Techniken ist so getroffen, dass eigentlich jeder (vom Anfänger bis zum Profi) fündig wird. Wer Ziertechniken mit Spielkarten lernen möchte und wer mit Spielkarten eine richtig gekonnte Show liefern möchte, der sollte sich diese DVD auf jeden Fall zulegen. Auch Fortgeschrittene und Profis die gerne etwas dazu lernen oder die Sammlung an Karten-Moves komplett haben wollen, können getrost zugreifen.
Wenn man bedenkt, wie viel Geld gute XCM-DVDs teilweise kosten, dann kann man bei “Cardistry” das gute Preis-Leistungs-Verhältnis auch nur noch lobend erwähnen!
Gesamtbewertung: 10/10
Es kommen definitiv mehr Close Up- als Stand Up- bzw. Bühnen-Effekte auf den Markt. Umso mehr freut es mich immer, wenn ich einen neuen Stand Up Effekt in den Händen halte und wenn dieser dann noch so gut durchdacht ist, wie die Music Prediction von Julius Frack, bin ich wunschlos glücklich.
Die mitgelieferten Requisiten sind qualitativ sehr gut und die deutsche Trickbeschreibung ist verständlich geschrieben. Der Effekt ist sehr einfach vorzuführen und benötigt eigentlich keine Übungszeit. Man muss sich nur ein wenig Gedanken machen, wie man es präsentieren möchte und schon kann es los gehen. Die Music Prediction ist ein Kunststück aus der Kategorie “Auspacken und los gehts”, was ihrer Wirkung auf das Publikum jedoch keinen Abbruch tut.
Der Klang der Spieluhr ist wirklich toll. Wenn man die Kurbel in der richtigen Geschwindigkeit dreht, ist die Melodie unverkennbar zu hören. Durch die mitgelieferte Resonanzplatte ist die Spieluhr nicht nur lauter, man kann sie auch deutlich besser festhalten.
Fazit
Julius Frack hat hier tolle Arbeit geleistet. Der Preis ist für die Idee und die tollen Requisiten völlig gerechtfertigt. Ich persönlich werde den Effekt auf jeden Fall in eines meiner Bühnenprogramme mit aufnehmen und freue mich auf weitere tolle Effekte von Julius.
Gesamtbewertung 9/10
Seit längerer Zeit vermarktet Alakazam viele Artikel von externen Künstlern. Mit Random startet Peter Nardi, der Gründer von Alakazam, mal wieder mit einem eigenen Effekt. Random ist ein Karteneffekt, bei dem der Zuschauer fast die komplette Handlung übernimmt und der Zauberkünstler trotzdem mit seinen Vorhersagen immer richtig liegt.
Zusammen mit der englischsprachigen DVD erhält man ein spezielles Kartenspiel, welches man für Random benötigt. Bei SteMaRo-Magic gibt es auch noch eine deutschsprachige Anleitung dazu. Die DVD ist schön gestaltet und Peter erklärt den Effekt ohne lang um den heißen Brei zu reden. Nach knapp 30 Minuten kann man den Effekt vorführen. Da keine, aber auch wirklich gar keine Kartentechniken zum Einsatz kommen, muss man sich lediglich den Ablauf einprägen.
Ich habe den Effekt jetzt schon einige Male vorgeführt und immer sehr gute Reaktionen bekommen. Obwohl ich in meinem professionellen Repertoire normaler Weise darauf achte, keine Unmengen von Trickkarten oder Trickdecks zu verwenden, wird Random trotzdem fester Bestandteil meines Close Up Programms, denn der Effekt kommt sehr gut an.
Ein kleiner negativer Punkt ist mir jedoch aufgefallen. Eine der Spielkarten im Deck ist so präpariert, dass nur Rechtshänder damit etwas anfangen können. Ich hab Peter gestern in einem Gespräch darauf hingewiesen und er hat mir gesagt, dass er es bei der nächsten Produktion berücksichtigen wird und die Karte zusätzlich auch für Linkshänder präpariert.
Fazit
Wir immer liefert Alakazam hier einen echt praxistauglichen Effekt. Peter hat sich viele Gedanken über das Handling gemacht und erklärt den Effekt auf der DVD in gewohnter souveräner Manier. Zwar kann jeder Linkshänder die fehlende Linkshänderpräparation selbst nachholen, ich hätte mir jedoch vom Hersteller dahingehend etwas mehr Rücksicht auf die Linkshänder erwartet. Hierfür gibt es einen Minuspunkt.
Gesamtbewertung 9/10
Der Effekt “Big Revelation” hat von allem etwas: es ist gewissermaßen ein Mentaleffekt, aber auch ein Kartentrick sowie ein Comedy-Act. Man kann “Big Revelation” sowohl Close-Up wie auch Stand-Up vorführen und wenn man will, dann kann man den Trick sehr gut mit anderen Effekten (z.B. Invisible Deck) kombinieren oder auch als “Stand-Alone” sogar völlig ohne Spielkarten präsentieren.
Der Erfinder dieser Routine ist kein geringerer als Wayne Dobson und wer seine Effekte kennt, der weiß, dass man sich auf die Praxistauglichkeit verlassen kann. Abgesehen davon ist ”Big Revelation” extrem einfach vorzuführen, man muss keine Techniken oder Griffe beherrschen und kann sich also ganz auf die Präsentation konzentrieren.
Bei “Big Revelation” geht es zunächst um eine Karte die der Zuschauer in Gedanken wählt, aber natürlich nicht nennt. Dieser Kartenwert soll nun auf magische Weise erraten werden und dazu wird ein gefaltetes Plakat benutzt um den Zuschauer völlig in die Irre zu führen. Jedes mal wenn das Plakat ein Stück weiter aufgefaltet wird, passiert irgend etwas lustiges – dabei wird immer die Frage an den Zuschauer gestellt, ob er seine gewählte Karte auf dem Plakat sehen kann. Zum Beispiel wird einmal eine Karte mit dem Wert “Pik 14″ sichtbar und kurz darauf erscheint die “Karo 15″; beide Kartenwerte existieren natürlich nicht und der Zuschauer wird selbstverständlich nicht bestätigen können, dass seine Karte erraten wurde. Jeder der etwas Ahnung von Spielkarten hat, wird sofort bemerken, dass die gezeigten Kartenwerte nicht ernst gemeint sein können (all diejenigen die es nicht sofort bemerken können ggf. aufgeklärt werden).

Nein - Symbol
Schließlich wird der Zuschauer gefragt, ob er denn wisse, wie es nun weiter gehe. Die Antwort wird “Nein” sein und wenn das Plakat erneut aufgefaltet wird, dann ist dort ganz groß das Wort “No” zu lesen (in der deutschsprachigen Version ist das Wort “Nein” abgebildet). Zumindest diese Vorhersage hat offensichtlich funktioniert. Zum Schluss wird das Plakat ganz aufgefaltet; man sieht eine ganze Menge unterschiedlicher Karten die dort kreuz und quer aufgedruckt sind. Eventuell ist die Karte des Zuschauers dabei, vielleicht aber auch nicht – egal – die Vorhersage ist alles andere als magisch. Spätestens an diesem Punkt ist sich der Zuschauer sicher, dass seine in Gedanken gewählte Karte nicht erraten werden kann. Genau an diesem Punkt wird jedoch der korrekte Kartenwert genannt und das sorgt dann doch für eine Überraschung. Anschließend wird gleich noch eine zweite Karte (kann auch von einem anderen Zuschauer gewählt werden) zielsicher erraten.
Bis zu diesem Punkt hat man mit der “Big Revelation” zwei von den Zuschauern frei gewählte Karten erraten und für lustige Unterhaltung gesorgt. Soweit – so gut. Aber wer das volle Potential aus dieser Nummer schöpfen will, der sollte diesen Effekt mit einem “Invisible Deck” kombinieren, denn dann kann man zum Schluss auch noch zeigen, dass die vom Zuschauer gewählte Karte als einzige verkehrt herum in einem Kartenspiel liegt. der Clou: das Kartenspiel lag die ganze Zeit über offen auf dem Tisch und wurde nicht berührt.
Im Lieferumfang sind eine DVD und ein gefaltetes Plakat dabei. Das Problem: das mitgelieferte Plakat ist englischsprachig, was bedeutet, dass das Wort “No” darauf abgebildet ist und somit kann dieses Plakat bei einer Vorführung vor deutschsprachigem Publikum nicht eingesetzt werden. Ein deutschsprachiges Plakat kann man allerdings jederzeit dazu bestellen und somit ist man dann auch für die Präsentation in Deutsch gerüstet (dort ist das Wort “Nein” anstelle von “No” abgebildet). Bei SteMaRo-Magic bekommt man das deutschsprachige Plakat gleich kostenlos dazu wenn man den Effekt “Big Revelation” dort bestellt. Alternativ ist das deutschsprachige Plakat dort auch einzeln erhältlich.
Besonders praktisch ist an diesem Effekt, dass man problemlos auch vor größerem Publikum zaubern kann, da das Plakat auch auf weitere Distanz gut sichtbar ist. Außerdem hebt sich die Präsentation visuell von anderen Karten- und Mental-Effekten ab so dass man auch gleich etwas Abwechslung in der Show hat.
Fazit
Der Effekt ist schön, einfach vorführbar und gut durchdacht, allerdings sollte man den Grund-Effekt mehr als Comedy-Nummer sehen. Der Unterhaltungswert ist dann auf jeden Fall gegeben. Ich würde jedoch sehr empfehlen ein Invisible Deck für den Schluss-Effekt mit einzubinden denn nur dadurch wird der Höhepunkt dieses Tricks richtig zur Geltung gebracht. Meiner Meinung nach sollte man “Big Revelation” sowieso nicht als Einzeltrick sondern als Ergänzung bzw. Alternative zur klassischen Invisible-Deck-Routine sehen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall völlig in Ordnung denn schließlich ist im Lieferumfang auch eine gut gemachte DVD dabei.
Das einzige Manko könnte das englischsprachige Plakat sein, jedoch kann man jederzeit ein deutschsprachiges dazu kaufen (bzw. bei SteMaRo-Magic bekommt man es gleich gratis dazu). Somit ist auch dieses “Manko” beseitigt.
Alles in allem also auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
Gesamtbewertung (dafür gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, je nachdem wie man es verwendet):
7/10 – ohne Invisible Deck
8/10 – mit Invisible Deck kombiniert
10/10 – mit Invisible Deck kombiniert und mit deutschsprachigem Plakat